10 Jahre Saar-Lor-Lux Regatta – der Rückblick

10 Jahre Saar-Lor-Lux Regatta – der Rückblick
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Auf dem Eröffnungsabend der diesjährigen Saar-Lor-Lux Regatta hielt Detlef die folgende Rede:

Ich war bei 8 Regatten dabei, ebenso wie Wolfgang Grupe und Alexander Sadilek, der heute fehlt. Michael Jakobs machte alle 10 aktiv mit und Ulli Libor war bei 9 dabei, oder besser auch bei 10. Denn bei der ersten war er als Zuschauer da, um zu schauen, ob er in die Klasse einsteigt. Das hat ja dann geklappt. Aber das war nur eine der positiven Impulse, die die Saar-Lor-Lux Regatta über die 10 Jahre hervorgebracht hat.

2013

10 Jahre Saar-Lor-Lux Regatta. Das ist ein besonderes Jubiläum. Nur wenige wissen es, aber die Regatta startete bereits 2013. Sie sollte in Mittersheim, Frankreich, stattfinden. Aber da gab es zu wenig Meldungen, so dass sie abgesagt werden musste.

2014

Aber in 2014 auf dem Bostalsee war es denn schon ein großer, sofort europäischer Erfolg. 16 Teilnehmer und die Deutschen waren mit 6 Startern in der Minderheit gegenüber 7 Niederländern, 1 Belgier, 1 Tschechen, 1 Luxemburger.

Vor dem 1. Rennen fegte eine riesige Regen- und Windwelle über den See und riss das Starthochaus ab, ein Ereignis, das in den folgenden Jahren noch häufiger vorkommen sollte. Die allererste Wettfahrt der 10 Jahre wurde gewonnen – von mir. Aber das war’s dann auch schon, denn es wurden Mattis Tage: Mathias Kortke, der damalige Vorsitzende der Deutschen Klassenvereinigung, segelte mehrere erste Plätze und verwies sogar Fred Imhoff aus Belgien, den mehrfachen Weltmeister im Drachen, auf den zweiten Platz.

Am Ende meines Berichtes über die Regatta schrieb ich: „Danke an Michael Jakobs, der über mehrere Jahre unermüdlich daran gearbeitet hat, diese Regatta im Südwesten Deutschlands auf die Beine zu stellen und sie bis ins Detail zu organisieren!“

2015

2015 war es unglaublich kalt, wir mussten Eis kratzen auf den Autos und Schiffen. Marianne Grupe schoss ein wunderbares Bild vom eingekratzten Datum in der Windschutzscheibe.

Eberhard Bieberitz, genannt Biber gewinnt mit konsequentem Segeln in der Spitze mit nur einem Sieg in einer Wettfahrt, Steve Bullmore wurde 2., Ulli Libor, erstmals dabei, 3.

2016

Wegen der Kälte wurde die Regatta 2016 auf Pfingsten verlegt. Doch dann kam die kalte Sophie. Wir froren wieder, aber zumindest bei einem schönen Nordwind. Jan ten Hoeve aus den Niederlanden gewinnt vor Bieber und Ulli. Der Präsident des Landtages im Saarland brachte es bei der Preisverteilung auf den Punkt: „Das scheint mir eine familiäre Veranstaltung zu sein.“ So war es damals und so ist es bis heute!

2017

2017 ist besonders ein Naturereignis im Gedächtnis: Am ersten Tag wehte vor dem Start ein kühler, feuchter Wind und traf auf den erhitzten See. Es bildeten sich meterhohe Nebelwände über dem Wasser, die mit dem Wind über den See trieben. Für uns Segler war das fast perfekt, denn man konnte den Wind nicht nur auf dem gekräuselten Wasser kommen sehen – aber leider nicht die Verklicker oder die Luvtonne, so dass wir warten mussten. Nachdem Ulli in den Vorjahren jeweils mit 3. Plätzen geübt hatte, startete er nun seine Siegesserie der nächsten Jahre.

2018

2018 durfte Michael Jakobs den Bericht für die Klassenvereinigung schreiben. Er fiel recht kurz aus, bestehend aus der Mitteilung, dass das Katamaran-Fahrgastschiff vom See gekentert war, von uns aber niemand und wir bei schönem Wetter, ausnahmsweise mal ohne Frost, neun Wettfahrten fahren konnten. Ulli Libor beherrschte das Feld, ohne wirkliche Konkurrenz. Michael ich muss sagen, Du kannst eindeutig besser Regatten organisieren als über sie schreiben. Obwohl Dein letzter Bericht zur French Open dieses Jahr war hervorragend! Ghostwriter?

2019

2019 blieb es weiterhin international. Dirk Jan Broertjes aus den Niederlanden wurde 3. und schrieb einen brillianten Bericht freiwillig-unfreiwillig, weil er unbedingt das Segelbootkissen für sein großes Boot gewinnen wollte.

Unsere französischen Freunde Christophe und Christophe, Loic und Patrick waren zum ersten Mal dabei. Ulli gewann unangefochten.

2020

Die Regatta fiel aus wegen Corona.

2021

2021 musste die Regatta wegen Corona in den Oktober verschoben werden. Es gibt keinen Bericht darüber. Ich war nicht dabei und die Webseite der Klassenvereinigung – ich will lieber höflich bleiben und schweigen. Eines aber ist sicher: Ulli gewann erneut, diesmal vor Ben van Cauwenbergh.

2022

In 2022 hatten wir alle Wetter. Am 1. Tag glühte es mit 28 Grad. Am 2. Tag gab es vormittags Dauerregen ohne Wind, nachmittags Sturzbäche von Regen und Wind bis 20 kn. Am 3. Tag trieb das Starthochhaus wieder einmal ab, obwohl kaum Wind war. Ben van Cauwenbergh war der überlegene Sieger unter all diesen Bedingungen.

2023

Im letzten Jahr war die Saar-Lor-Lux-Regatta die zweite im European Circuit. Im Grunde genommen, war die Teilnahme am European Circuit die konsequente Fortsetzung der Internationalität dieser Regatta von Anfang an. Wieder kam mehr als die Hälfte der Segler aus dem Ausland. In 10 Wettfahrten mit unterschiedlichen Winden wurde anspruchsvoll gesegelt. Das kennen wir ja von vielen Regatten. Dass aber das Beiprogramm für den freundschaftlichen Zusammenhalt ebenfalls einen Kern unserer Veranstaltung ausmacht, ist neu im Circuit. Begrüßungsabend mit musikalischer Vorstellung jedes Teilnehmers, Frühstück, Anlegebier und -snack, Tagespreise usw. machten die Regatta zu einem unvergesslichen Erlebnis. Gewonnen hat Urs Infanger, der im letzten Jahr eh kaum zu schlagen war.

2024

Und in diesem Jahr? Wir kennen den Sieger noch nicht. Aber wir wissen: 28 Starter sind ein Rekord. Fast die Hälfte davon wiederum aus dem Ausland.

Steffi und Michael Jakobs, mittlerweile unterstützt von Manuela und Ulli Libor, haben wie die letzten 9 Jahre wieder mit großartigem Einsatz eine Regatta auf die Beine gestellt, die keine Wünsche offenlässt, weder auf dem Wasser, noch an Land.

Wieder werden wir am Ende tolle Wettfahrten genossen haben
Wieder werden wir am Dienstag auf der Waage einige Pfund mehr auf den Rippen haben.
Und wieder werden wir die Freundschaft unter Europas 2.4mR Seglern genossen haben.

Danke für Eure Geduld, viel Spass und viel Erfolg!

Detlef Müller-Böling, GER 99

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