Weltmeisterschaft 2022 in Multikrisen

Weltmeisterschaft 2022 in Multikrisen
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Zweimal musste sie verschoben werden wegen Covid 19, die Weltmeisterschaft unserer Klasse in Tampa Florida. Vorige Woche vom 7. bis 11. November wurde sie fast verweht. Zwei Tage am Anfang und am Ende konnte, teilweise unter harten Windbedingungen gesegelt werden. Zwei Tage waren wegen Hurrican Nicole alle Boote an Land verzurrt worden und an Segeln nicht zu denken.

Der Klimawandel hat spätestens jetzt auch die 2.4mR-Segelei erreicht. Denn knapp 2 Monate zuvor hatte der Hurrican Ian bereits das Regattagebiet gestreift und weite Teile von Florida zerstört, so dass die Freunde vom Davis Islands Yacht Club alle Mühe hatten, die Weltmeisterschaft termingerecht zu präsentieren. Ein Hurrican wie Nicole hat es so spät im Jahr seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Die Saison für verheerende Winde ist also deutlich verlängert. Gleichzeitig segelten die Teilnehmer des AntwerpCups fast zur gleichen Zeit in Europa im Sommer-T-Shirt.

Zur Klimakrise kam die weltweite Inflation und Wirtschaftskrise, die viele potenzielle Teilnehmer daran hinderte in den USA an den Start zu gehen. Aus Europa waren fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer angereist, drei aus Finnland, eine aus Großbritannien und einer aus Italien. Ein Puerto Ricaner, zwei Australier und ein Koreaner, ansonsten stellten Kanadier und US-Amerikaner das Feld von insgesamt 39 Startern.

Die dritte Krise ist eine selbstgemachte: Erstmalig wurde eine Wertung für One-Design-Boote durchgeführt. Damit wird der Streit um die Rolle von OD in unserer Meterklasse erneut angeheizt. Nach Aussage der US-Klassenvereinigung waren über 80% OD-Boote am Start, eine eher unglaubliche Zahl im Vergleich zu den Verhältnissen in Europa, wo ja auch die meisten Boote weltweit beheimatet sind.

Insgesamt wurde aber natürlich auch weiterhin außergewöhnlicher Sport betrieben und gezeigt. Dee Smith wurde überlegen Weltmeister und stieg dann – wie vorher angekündigt – aus der Klasse aus, um anderweitig weiter zu segeln. Megan Pescoe bewies erneut ihre hervorragenden Segeleigenschaften und wurde Vizemeisterin, Marko Dahlberg aus Finnland wurde Dritter.

Sieger in Reihe von links: Dee Smith (USA), Megan Pescoe (GBR), Marko Dahlberg (FIN), Antonio Squizzato (ITA), Jeff Linton (USA)

Ergebnisse im Detail.

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